Hallo und ein frohes neues Jahr in den Norden,
das Jahr 2026 startet wettertechnisch turbulent. Besonders in Schleswig-Holstein hat es in den vergangenen Tagen teils viel Neuschnee gegeben. Im westlichen Schleswig-Holstein bedeckt mittlerweile örtlich eine Schneedecke von rund 50cm die Landschaft.
Zum kommenden Freitag legt der Winter noch eine Schippe drauf:
im Einflussbereich eines Höhentrogs, der sich am Donnerstag vom Großbritanien zur Bretagne erstreckt, bildet sich ein kräftiges Tief und zieht mit dem Trog westwärts. Am Freitag zieht dieses Tief über die BeNeLux-Staaten nach Deutschland rein. Am wahrscheinlichsten ist aus heutiger Sicht eine Zugbahn entlang der Grenze zwischen Niedersachsen und NRW. Dieses Tief bringt Sturm, Schnee, örtlich eng begrenzt gefrierenden Regen und auch Regen. Es trennt kältere Luftmassen im Norden von milderen im Süden, so gilt: Nördlich des Tiefs bleibt es bei Schneefall, während entlang der Zugbahn durchaus auch mildere Luftmassen herangeführt werden können, die dann zu Regen führen, der auf den gefrorenen Böden örtlich gefrieren kann!
Niedersachsen/Bremen:
Ab Donnerstagabend ziehen teils kräftige Schneefälle von Südwesten nach Niedersachsen rein und erreichen am frühen Morgen des Frietags die Elbe. Im südwestlichen Niedersachsen gehen die Niederschläge in den frühen Morgenstunden bei Temperaturen um 1°C teils in Regen über, der auf dem teils gefrorenen Boden zu gefährlicher Glätte führen kann. Auch im südlichen Niedersachsen (etwa südlich des Mittellandkanals) steigen die Temperaturen ab den Morgenstunden über den Gefrierpunkt, ganz im Süden bis 4°C. Auch hier gehen die Niederschläge teils in Regen über, der ebenfalls örtlich am Boden gefrieren kann. Im restlichen Niedersachsen bleibt es bei Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt bei Schneefall. Dieser fällt kräftig aus und führt bis zum späten Vormittag zu Neuschneemengen zwischen 5cm und 20cm. Der Wind nimmt allgemein zu und erreicht in Spitzen bis 75km/h in Elbnähe und 90km/h an der Nordseeküste und auf den ostfriesischen Inseln. Teils ist mit erheblichen Schneeverwehungen zu rechnen.
Schleswig-Holstein/Hamburg:
Ab den frühen Morgenstunden des Freitags setzen von Südwesten her bei Temperaturen meist unter dem Gefrierpunkt starke Schneefälle ein und erreichen zum späten Vormittag die Ostseeküsten. Während im nördlichen Schleswig-Holstein die Schneefälle schnell abklingen, schneit es in der Südhälfte bis in die Nacht hinein weiter. Im Raum Hamburg bis nach Lübeck und Lauenburg können im Laufe des Freitags Neuschneemengen bis 30cm auftreten. Bei verbreitet stürmischen Winden kann es zu erheblichen Schneeverwehungen kommen (Unwetter!!). In der Nordhälfte treten Sturmböen bis 80km/h auf, an den Küsten schwere Sturmböen bis 100km/h!!
Mecklenburg-Vorpommern
Ab den frühen Morgenstunden des Freitags setzen von Südwesten starke Schneefälle ein, die etwa bis zu einer Linie Rostock-Anklam vorankommen. Die Schneefälle schwächen sich ab den Mittagsstunden langsam ab, halten aber bis spät in die Nacht an. Bei Neuschneemengen zwischen 5cm und 25cm in Verbindung mit stürmischen Böen zwischen 65 und 75km/h treten teils erhebliche Schneeverwehungen auf.
Hinweis: Auch am Samstag schneit es gebietsweise bis in die Mittagszeit hienein weiter. Besonders in Elbnähe verstärken sich die Schneefälle am Morgen auch nochmal. Gebietsweise kommen so nochmal 5cm bis 10cm Neuschnee zusammen.
Die grundsätzliche Entwicklung wird mittlerweile in vielen Modellen abgebildet, lediglich die Zugbahn und der zeitliche Ablauf varrieren noch. Wir halten euch hier auf dem Laufenden.